
Wo könnte ein Shantychor besser hingehören als aufs Wasser? Der Sylter Shanty Chor tauschte die feste Bühne gegen die Planken der Fähre zwischen Rømø und List – und erlebte einen Auftritt, der allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird. Möglich gemacht wurde er durch die Listland Stiftung, die den Auftritt finanzierte.





Das Wetter spielte perfekt mit: strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und eine ruhige See. Entsprechend groß war der Andrang. Zahlreiche Fans und Fahrgäste versammelten sich um die Sänger, lauschten begeistert und zeigten sich anschließend äußerst großzügig: Die Spendenbereitschaft war beeindruckend.





Die Bühne selbst stellte den Chor vor ganz eigene Herausforderungen. Klein war sie, und sobald die Fähre Fahrt aufnahm, geriet sie sanft ins Schwanken. Was an Land nur besungen wird, erlebten die Sänger hier am eigenen Leib: Seemannsbeine waren gefragt. Hinzu kam eine bemerkenswert niedrige Decke – nach fachkundiger Schätzung genau Chorleiter Horst plus 20 Zentimeter. Für ausladende Dirigierbewegungen blieb also wenig Luft nach oben, doch Horst meisterte auch diese Lage mit gewohnter Souveränität.

Hinter den Kulissen hielt Manfred die Fäden in der Hand – und das gleich in mehreren Rollen. Als Mitglied der Listland Stiftung organisierte er den Auftritt, bereitete die Technik vor und stand anschließend als Chormitglied selbst mit auf der Bühne. Und als wäre das nicht genug, hievte er nebenbei auch noch sein eigenes Sportboot aus dem Wasser. Manfred, dafür unser herzliches Dankeschön!

Besonders gefreut hat uns die Rückkehr von Solosänger Uwe, der nach langer Krankheit endlich wieder mit an Bord war. Als seine Stimme über das Deck klang, wurde allen im Chor bewusst, wie sehr er gefehlt hatte. Manchmal merkt man eben erst, was einem fehlt, wenn es wieder da ist. Schön, dass du wieder dabei bist, Uwe! Und auch unseren anderen Uwe hätten wir gern bald wieder in unseren Reihen – für ihn halten wir immer einen Stuhl frei.







Gerade diese Umstände machten den Auftritt so besonders. Nah am Publikum, unter blauem Himmel und mit dem Meer ringsum, klangen die Shantys so authentisch wie selten. Ein herzlicher Dank gilt der Listland Stiftung und allen Spenderinnen und Spendern – für einen rundum gelungenen Auftritt, der nach Wiederholung ruft.















