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Sonne über Saal

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Draußen bestes Wetter – und trotzdem war der Saal am Meer in Wenningstedt richtig voll. Muss man erstmal schaffen bei so einem Sommertag! Aber hier zahlt man ja echten Eintritt, anders als beim Open Air, und da bleibt dann auch jeder schön bis zum Schluss. Keiner, der zwischendrin die Fliege macht.

Unser Hajo hat es diesmal übrigens besonders schwer gehabt – die Anreise zog sich endlos. Unter anderem soll ein Glasbruch im ICE dran schuld gewesen sein, angeblich wegen Möwenkontakt. Man fragt sich, wer da wen erwischt hat. Aber ganz ehrlich und ganz ohne Seemannsgarn: Seinen Einsatz bewundern wir jedes Mal aufs Neue – Hauptsache, er war rechtzeitig da.

Im Saal wurde es fix mollig warm, also runter mit den Elbseglern. Horst hat’s gefreut – der blüht bei den Temperaturen erst so richtig auf und war gut aufgelegt und plauderig wie selten. Zwischen den Liedern gab’s die eine oder andere Anekdote obendrauf.

Gesungen wurde von der hohen Bühne herunter – so hoch, dass man bei den Solosängern zwischendurch echt ein bisschen Angst hatte, sie könnten vorne runterpurzeln. Ist aber alles gutgegangen, keiner ist abgestürzt.

Und dann passierte es doch: Bei einem Lied hat der Chor glatt den letzten Refrain verschludert. Horst hat’s prompt als Faulheit abgetan – natürlich mit einem Grinsen. Das Publikum hat’s mit Humor genommen, und am Ende war’s einfach ein schöner, gut gelaunter Sommerabend am Meer.