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Mein Gott, Walter

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Der Wind hatte am 25. Juli auf dem Dorfteichfest seine eigenen Pläne. Es flogen Notenblätter, es flogen Notenständer, und zeitweise war nicht ganz klar, wer hier eigentlich den Takt vorgab — der Chor oder die Böe. Gottseidank blieb wenigstens jedes Chormitglied auf der Bühne, wo es hingehört. Wer bei diesem Wetter noch die richtige Strophe fand, hat sich den Applaus doppelt verdient.

Auf unseren Nachwuchs ist Verlass

Erschwerend kam hinzu, dass uns gleich zwei Solisten kurzfristig verloren gingen. In die Bresche sprang Nachwuchssänger Peter — mit seinen über 80 Jahren ein Nachwuchs, den mancher Chor gern hätte — und übernahm souverän, als wäre es nie anders. Auch der fehlende Dirk Udo an Gitarre und Banjo machte sich bemerkbar: Ohne ihn stand unser musikalisches Fundament das eine oder andere Mal spürbar auf der Probe. Man weiß eben erst, was einer trägt, wenn er einmal nicht da ist.

Walter im Auge: Unser Holger

Ein eigenes Kapitel verdient der Hafenunterricht. Holger wurde von einem ominösen Walter im Publikum derart aus dem Konzept gebracht, dass er mehrmals neu ansetzen musste. Der Chor nimmt das mit Fassung, hält aber fest: Dieser Walter müsste eigentlich eine Strafarbeit bekommen. Vorschläge werden entgegengenommen.